WISAG veröffentlicht Trendbericht zum Nachhaltigkeitsradar

Vom Umweltschutz als einem Hauptmotivator über mangelnden Dialog als Hemmschuh bis hin zum Mieterwunsch als gewichtigem Treiber – nachhaltige Immobilienbewirtschaftung hat in den vergangen Jahren eine bedeutende Entwicklung genommen. Dies veranschaulicht ein Trendbericht, den die WISAG Facility Service Holding GmbH anlässlich der fünften Ergebnisrunde ihres Nachhaltigkeitsradars veröffentlicht. Der Immobilienspezialist befragt seit 2011 jährlich Entscheider aus der Immobilienbranche. Die wechselnden Themenschwerpunkte der Studie werden Jahr für Jahr in einer Expertenrunde erarbeitet, an der Entscheider aus unterschiedlichen Bereichen der Immobilienbranche teilnehmen.

Der Trendbericht zum WISAG Nachhaltigkeitsradar fasst die wichtigsten Erkenntnisse der bisherigen Befragungen zusammen. Eine Mehrheit der Befragten glaubt, dass konventionell bewirtschaftete Mietflächen in spätestens fünf Jahren nur noch mit Preisabschlag vermietet werden können. „Um die Attraktivität von Immobilien für die Mietinteressenten zu steigern, wird mehr und mehr ein nachhaltiger Betrieb erforderlich“, erläutert Universitätsprofessor Kunibert Lennerts, Lehrstuhlinhaber Facility Management am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Teilnehmer der Expertenrunde, die die Onlinestudie begleitet. Dieses zentrale Ergebnis des Nachhaltigkeitsradars 2015 markiert im Trendbericht zugleich eine gravierende Veränderung gegenüber dem Stellenwert von ökologisch nachhaltigen Facility-Management-Dienstleistungen in den Vorjahren.

Nachdem Unternehmen der Immobilienbranche nachhaltigen Gebäudebetrieb im Jahr 2011 primär aus Image- sowie ökologischen Gründen vorantreiben, überholen die ökonomischen Motive bereits 2012 die ökologischen deutlich. Investitionen in eine nachhaltige Immobilienbewirtschaftung sollen sich folglich schnell rechnen und Kosten reduzieren. Dieser Kostendruck steigt auch weiterhin – und geht mit einem mangelnden Dialog der Immobilieneigentümer und Investoren mit den Facility-Management-Dienstleistern einher. Der Markt für nachhaltige Facility-Management-Lösungen mit ganzheitlichem Anspruch gerät somit ins Stocken.

Die aktuellste Ergebnisauswertung des Nachhaltigkeitsradars fordert zum Umdenken auf. „Eigentümer werden sich künftig entscheiden müssen, ob sie bei der Vermietung Preisabschläge hinnehmen oder den Anforderungen des Marktes folgen und in die Nachhaltigkeit ihrer Immobilie investieren“, betont Holger Kube, Projektleiter der 2COM, des Beratungsunternehmens der WISAG Facility Service.

Die bisher wichtigsten Etappen nachhaltiger Gebäudebewirtschaftung veröffentlicht die WISAG im Trendbericht unter www.nachhaltigkeitsradar.de

Das Nachhaltigkeitsradar

Ursprung des Nachhaltigkeitsradars ist eine im Jahr 2011 von der WISAG in Mainz durchgeführte Kundendialogveranstaltung zum Thema Nachhaltigkeit. Aus dem „Mainzer Kreis“ entwickelte sich schließlich eine Runde aus Immobilienexperten unterschiedlicher Bereiche, darunter Projektentwickler, Immobilienbestandshalter, Verwalter von Immobilienportfolios und Vertreter der Wissenschaft. Diese erarbeiten gemeinsam mit der WISAG die jährlich wechselnden Befragungsschwerpunkte.

Bei dem Nachhaltigkeitsradar 2016 standen Möglichkeiten zur Mieterbindung durch nachhaltige Immobilienbewirtschaftung im Mittelpunkt. Die Umfrageergebnisse werden derzeit ausgewertet und im Frühjahr 2017 veröffentlicht.

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